Shop in a Box: Brautmodenboutique

Da im 1:1er Leben parallel unsere Hochzeitsvorbereitungen in vollem Gange waren, fand ich die Idee zu einem Brautmoden-Shop absolut passend für mich. Ich selbst war zwar noch nie in einem solchen Laden, aber ich kannte sie aus Filmen und Serien und hatte sofort ein inneres Bild vor Augen, wie der Shop in etwa werden könnte.

Die erste Herausforderung war für mich, eine passende Box gemäß der Vorgaben zu finden. Es war mein erstes Box-Diorama und diese kleinen Dimensionen und besonders das Hochformat waren für mich sehr gewöhnungsbedürftig. Aber nach einigem Suchen fand ich dann bei IKEA eine stabile, weiße Pappfaltbox, welche nur in der Tiefe entsprechend gekürzt werden musste. Die Wände beklebte ich zunächst mit Fotomotivkarton, die Decke durfte weiß bleiben, wie sie war.

Die zweite Herausforderung war für mich, den Kleiderständer für die Hochzeitskleider zu entwerfen und zu bauen. Version 1 entstand zunächst einfach aus Mundspateln und Bambusstäbchen.

Aber ich war unzufrieden mit dem Ständer, denn ich hatte mich zwischenzeitlich entschieden, ein gekauftes Designer-Regal einzusetzen und beide Möbelstücke passten nicht zusammen. Also versuchte ich Version 2 aus Pappe, diesmal in einem passenden Design zum Regal. Die Pappe war jedoch zu instabil und eine Eckenverstärkung mit Bastelhölzchen brachte nicht den gewünschten Effekt und gefiel mir auch nicht wirklich. So entstand letztendlich die stabile Version 3 aus gesägten, geklebten und weiß gestrichenen MDF-Plattenstücken und einem Bambusstäbchen.

Der typische kleine Podest zum Draufstellen der Braut zur Anprobe entstand aus einer Holzdose vom Tedi, welche ich weiß gestrichen habe (ohne Deckel).

Den länglichen Spiegel hatte ich länger suchen müssen und bestellte ihn letztendlich über einen örtlichen Baumarkt. Es ist schwierig, ein solches Format mit diesen Proportionen zu finden. Einfache Spiegelfolie wollte ich bewusst nicht nehmen, weil mir besondere Spiegel-Fotos vorschwebten und ich dazu eine gute Spiegelqualität brauchte.

Für die Fake-Kleider nutzte ich weiße Stoffreste sowie preiswerte Spitze von Amazon-Marketplace. Eigentlich wollte ich noch viel mehr Fake-Kleider machen, habe es dann aber zeitlich nicht mehr geschafft. Die Form der Fake-Kleider habe ich Freihand entworfen und sie sind nur geklebt mit doppelseitigem Klebeband.

Das Brautkleid zur Anprobe wollte ich ursprünglich auch selber nähen – das wäre dann sicher meine größte Herausforderung geworden. Aber das war aus Zeitgründen nicht mehr möglich und so kam ein gekauftes Momoko-Kleid von Sekiguchi zum Einsatz.

Ebenso sind alle Schuhe gekauft – sie sind von Mattel, Sekiguchi, Petworks und China-NoName. Die Vase stammt aus einem 3D-Drucker und die Rosen sind aus dem Bastelladen. Der Teppich ist ein Stück Filz vom Tedi und die Röhrenlampen sind sonst eigentlich meine 1:1er LED-Spiegellampen im Bad.

 

Bewertung des Shops

4. Platz für den Brautmoden Shop
Gesamteindruck: 4,58 Punkte
Einfallsreichtum: 4,35 Punkte
Austattung: 4,31 Punkte
Ausführung: 4,68 Punkte
Aufwand: 4,52 Punkte
Gesamtwert: 22,44 von 25 möglichen Punkten

 

PS. Du darfst natürlich auch ergänzend einen Kommentar hinterlassen oder einzelne Fotos liken / kommentieren – die Shopbauer freuen sich über Feedback 🙂

 

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12 thoughts on “Shop in a Box: Brautmodenboutique

  1. Die Boutique ist sehr schön klar aufgebaut. Durch die weißen Wände und Möblierung wird der Hochzeitsgedanke noch verstärkt. Mir gefällt daher die Vase mit den Rosen als „Beleber“ sehr gut.
    Die Beleuchtung finde ich genial. Besonders gut finde ich, dass die Brautkleider von hinten beleuchtet werden.

  2. Dort würde ich bestimmt auch gerne ein Brautkleid kaufen gehen, wenn ich Barbie wäre. Ich hätte gar nicht erkannt, dass die Kleider nur Fakekleider sind, die sehen tatsächlich echt aus, von der Seite. Sehr schön.

  3. Eine Brautboutique, mit im allgemeinen sehr voluminösen Kleidern, als Thema für dieses Projekt zu wählen, ist schon mutig. Super umgesetzt mit den Fake-Kleidern!

  4. Eindeutig die „Prinzessin“ unter unseren Shops hier – wunderschön! Eine schöne Idee noch viel, viel schöner umgesetzt! Und die Raumgestaltung ist gelungen, alles Wichtige ist untergebracht. es wirkt dennoch nicht zu voll, sondern läßt der Braut den Raum, den sie braucht um sich in Ruhe ihr Kleid zu suchen. Der Spiegel vergrößert optisch die vorhandene Fläche und bietet, genau wie gewollt, viele Gelegenheiten für tolle Fotos. Das Detail mit den Rosen finde ich auch erwähnenswert, es bringt Farbe in die schneeweiße Welt und erinnert an den besten Grund für die Hochzeit ; ).

  5. Die Brautmoden-Boutique ist traumhaft schön geworden. Das Gesamtbild ist sehr stimmig. Alles wirkt sehr edel und rein, ein Traum in weiß. Die Leuchtstoffröhren tauchen alles in ein fast surreales Licht, es wirkt alles wie im Märchen. Der richtige Ort für die Vorbereitung einer Traumhochzeit!

  6. Schlichte Eleganz, hier stehen Braut und Verkäuferin im Fokus. Höchst raffiniert, wie der Kleiderständer gefällt wurde. Die Beleuchtung und der große Spiegel sind toll.

  7. Funktionelle Schönheit, würde ich sagen. Nichts überladen, alles übersichtlich
    und professionell arrangiert. Mein Favorit wäre das Schuhregal – so viel Auswahl.
    Der Spiegel ist natürlich auch ein Eyecatcher, mitsamt der Beleuchtung und dem geschackvollen
    Blumenarrangement.

  8. Wenn man sich gefühlsmäßig selbst intensiv 1:1 mit einem Thema beschäftigt, dann verwundert es nicht, dass diese geballte Power auch in 1:6 einfliesst. Das ist ein toller Brautladen geworden. Und die Szenerie von Braut und Verkäuferin – großartig!

  9. Welches Mädchen träumt nicht von diesem Tag. Einmal eine Braut in weiß zu sein, einmal Prinzessin. Hier werden diese Träume war. Der Shop ist sehr harmonisch mit kleinen Eyecatchern gestaltet und auch ein Kleinigkeiten wie dem Podest für die Kleidanprobe wurde gedacht. Durch die Leuchten neben dem Spiegel wird die Braut sehr gut in Szene gesetzt.

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